Praxis für Frauengesundheit

 

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Märchen, Fachbücher und Co

stelle ich Ihnen hier in unregelmäßigen Abständen vor, alle weil sie mich auf die ein oder andere Art berührt haben. Viel Vergnügen beim Stöbern wünsche ich Ihnen!

Jesus als Therapeut - Die heilende Kraft der Gleichnisse (Anselm Grün, Vier-Türme-Verlag 2011)

Der Benediktinermönch Anselm Grün beleuchtet anhand der Bibel, wie Jesus durch verschiedene Ansätze Menschen heilt.


Was ist Heilung?
Dazu gibt es beim Evangelisten Lukas eine fast poetische Antwort: "Heilung ist die Wiederherstellung des Menschen in seiner ursprünglichen Gestalt und Schönheit, in seiner Würde und inneren Harmonie." (S.95) Eine Krankheit stört demnach die Harmonie, wir sind aus dem natürlichen Gleichgewicht.
Eine andere Idee hat der Evangelist Johannes, bei ihm entsteht Krankheit, wenn der Mensch die Beziehung zu seiner göttlichen Quelle verloren hat oder das Bewußtsein für seine Quelle. "Und Heilung geschieht dadurch, dass der Mensch wieder in Berührung mit seiner inneren Quelle kommt." (S.95) Der  moderne Psychologe C.G. Jung ist ebenfalls davon überzeugt, dass wahre Heilung erst geschehen kann, wenn der Klient aus der Quelle des göttlichen Geistes schöpft, die in seinem Inneren liegt.

Ein Beispiel: Die Heilung des Blinden
Im Markusevangelium wird die Heilung des Blinden Barimäus beschrieben, Anselm Grün übersetzt sehr anschaulich die für uns seltsam klingenden Worte des alten Buches. Jesus verwendet eine Therapie in mehreren Schritten, dabei spielt das Hände auflegen eine zentrale Rolle bei der Heilung. In den ersten drei Schritten schafft Jesus eine gute Atmosphäre für die Therapiesitzung, heute nennen wir das in der Psychotherapie das richtige Setting schaffen. Jesus nimmt den Blinden an die Hand und führt ihn weg von den Gaffern im Dorf, dadurch erzeugt er eine vertrauensvolle Atmosphäre. Als drittes wendet er sich dem Blinden mütterlich zu, auch das schafft Nähe und Vertrauen. "Dann legt Jesus in einem vierten Schritt seine Hände auf den Blinden. Er betet in dieser Haltung und läßt seine heilende Kraft einströmen. Handauflegung ist zugleich eine Gebärde des Schutzes. Mit ihr wird ein Schutzraum gebildet, der dem Kranken gut tut." (S.127)

Am Ende des Buches fasst Anselm Grün, die Heilungsmethoden noch einmal ganz allgemein zusammen. Und das beinhaltet ganz Erstaunliches, die Selbstheilungskräfte sind nämlich keine neue Entdeckung! "Jesus stärkt den Kranken den Rücken, er konfrontiert sie auch mit ihrer eigenen Kraft und ihrem eigenen Willen. Er aktiviert die Kraft, die in den Kranken steckt und weigert sich, alle Arbeit für den Kranken selbst zu tun. Der Kranke muss bei seiner Heilung mitwirken." (S.149)

Mein Fazit:
Folgen wir der uralten Weisheit und gehen in die Tiefe, um eine Verbindung mit der in uns liegenden göttlichen Quelle zu finden. Die Heilung liegt bereits in uns, dabei ist es egal, ob wir an einer eher körperlichen oder einer emotionalen, psychischen, seelischen Krankheit leiden. Und ich begleite Sie von Herzen gerne dabei!